Schicksalsnächte

Ausruhen, wie im vorigen Beitrag angekündigt, geht eigentlich anders. Ganz unversehens ist zwei Wochen nach der HeimSpiel- Premiere noch ein neues kleines Stück entstanden. Entstanden? Es war Einiges zu tun, bis alles fertiggezeichnet, getextet und gebaut war: zum ersten Mal seit fast 20 Jahren wieder eine Geschichte für’s Kamishibai, das japanische Papiertheater.

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Aber wann, wenn nicht jetzt? Tiefer Winter. Gott und Petrus sind auf der Erde unterwegs. Sie müssen einer Frau bei der Geburt ihres Kindes beistehen, was nicht ganz einfach ist. Sie hören aus dem Mund der Schicksalsfrauen,  was dem Neugeborenen dereinst bevorsteht – und nun geht es unter anderem darum, wer mehr Macht hat, Gott oder diese drei archaischen Gestalten. Ein sehr ungewöhnliches Märchen, halb eine Legende – aus der ‚Taikon-Sammlung‘: Johan Dimitri-Taikon, der Sippenälteste der schwedischen Kölderascha, war ein begnadeter Erzähler; auch Der Junge, der sich beim Tod Brot lieh, was wir zu zweit mit unserer Kleinsten Bühne spielen (siehe Album – Nr. 35), stammt aus dieser Sammlung. Seit mehr als 20 Jahren haben wir diese Geschichte im Blick, nun konnten wir uns damit selbst ein Weihnachtsgeschenk machen.

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