Unterm Sternenzelt

‚Romanze zur Nacht‘ heißt ein Gedicht von Georg Trakl (1887-1914), klassisch gereimt, sprachgewaltig und bilderreich. Wir haben vor Jahren versucht, es fürs Theater zu bearbeiten. In Zusammenarbeit mit der Illustratorin Hildegard ‚Hilla‘ Rost, einer Cousine von Hedwig, entstand daraus eines unserer Bühnen-Bilder-Bücher. Was sich auch anbot, denn der Text besteht aus einer Abfolge von unverbundenen Einzelsituationen, und jede sollte ein Blatt für sich allein bekommen. Das Gedicht reiht Einsamkeiten aneinander, und das Buch bedeutet Verbindung, Verbundenheit.. Lange ruhte es dann in der Schublade, weil sich der dunkle Stoff nur schwer in andere Programme einfügen ließ. Jetzt unternehmen wir einen neuen Anlauf – wir sprechen den Text und zeigen die Blätter zu zweit, wir verlangsamen das Gedicht, um seine wie auch unsere Bilder besser zur Wirkung zu bringen. Und sehen zu, dass es dabei möglichst ‚dicht‘ und intensiv bleibt. Das Gedicht jedenfalls ist alle Mühe wert. (Januar 2026)

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