Die Kleinste Bühne der Welt Hedwig Rost & Jörg Baesecke

Aktuelles/Blog

Ist die Welt noch zu retten?

Wem verdanken wir es eigentlich, dass es unsere Erde immer noch gibt? Einem Huhn! So jedenfalls erzählt es ein norwegisches Märchen. Aber ein wenig haben wir es wohl auch selbst in der Hand – so wie bei der kleinen Welt, die in unserem Juli-Film unter Hedwig Rosts Händen entsteht.

Im Kommen

Vor 100 Jahren, während der Weltwirschaftskrise, entstand in Japan das Kamishibai – ein Papiertheater, das damals auf einem Fahrrad angebracht Aufführungen im Freien ermöglichte. Ob die Corona-Pandemie mit jener Situation vergleichbar ist, sei einmal dahingestellt, aber sie legt den Schritt ins Freie, in den öffentlichen Raum eigentlich nahe. Wir haben – mit Unterstützung des FONDS DARSTELLENDE KÜNSTE und im Rahmen des Programms ‚Neustart Kultur‘ eine Bühne für einen Fahrradlenker entwickelt, die viele Spielmöglichkeiten zulässt und für die wir jetzt eine große Zahl unserer kleinen Stücke uminszenieren.

Mehr in Kürze!  Hier schon mal ein Bild vom allerersten Try.Out am 19.Juni in einem Nachbarort, noch in sommerlich-privater Kleidung. – Wir werden auf unserer Seite auch einen Bauplan zur Verfügung stellen (Nachahmungen erwünscht!), außerdem berichten wir über Weiterentwickungen: Im Moment arbeiten wir daran, auf dem Rad auch ein mobiles Kino einzurichten!

Die Riesenhauerei

Es waren einmal zwei Riesen. Maul- und Muskelhelden alle beide, die lebten jeder auf einer Seite eines gewaltigen Berges. Eines Tages macht sich der eine auf den Weg über den Berg – um den anderen durch- und durchzuprügeln. Schöner Plan, aber da stellt sich ihm die Frau des anderen Riesen in den Weg … 

Wie es weitergeht, war in unserem Juni-Film zu sehen. Oder lässt sich nachlesen -in unserem Buch, mit dem sich auch Berg, Haus, Wasserfall, Pfeife und Bett nachfalten lassen – alles aus einem A4-Blatt.

42 Buchstaben …

schweben in bunter Reihenfolge über den Kirchenbänken, hier in unserem Heimatort. Geordnet ergeben sie 8 Worte, einen Satz aus der Bibel, der sich auf Pfingsten bezogen verstehen lässt.  Im Gottestdienst am Pfingstsonntag wurde das Geheimnis gelüftet, das Rätsel gelöst. Der Satz lautet … „42 Buchstaben …“ weiterlesen

Tanz in den Mai

Es wohnte ein Fiedler zu Frankfurt am Main … So beginnt ein Volkslied, ein Märchen, eine alte Geschichte. Vom Geiger, der in der Nacht zum 1.Mai einer Gruppe fröhlicher Frauen begegnet – Hexen, Feen, Elfen? Er spielt ihnen zum Tanz auf und erhält dafür eine unerwartete Belohnung. – Unser Mai-Film erzählte eine Heilungsgeschichte, eine Frühlingsweise – und war nicht zuletzt Ausdruck der Hoffnung, mit Kunst, mit Musik wirklich etwas in Bewegung bringen zu können. Zumal da noch Johannes Brahms mit im Spiel war!

Über das Grab hinaus

Der Dankbare Tote / The Grateful Dead  ist eine weitverbreitete Geschichte mit uralten Wurzeln. Mit Wurzeln, die zurückreichen in eine Zeit, wo die respektvolle Bestattung der Verstorbenen wichtiger war als Geschäft und Broterwerb. Mit Wurzeln bis in die Antike – in Sophokles‘ Antigone etwa ist es das zentrale Thema. Und die sicher auch noch weiter und tiefer gehen.

Die hier mit Hilfe eines Unikatbuchs vorgestellte Fassung stammt aus Friesland, spielt im Vorfrühling, im Moor – und war im April unser ‚Film des Monats‘. Im Dezember wollen wir wieder eine DVD herausbringen, mit allen Monatsfilmen des Jahres..

Welt-Wasser-Tag

Der Frühlingsanfang ist  in vielerlei Hinsicht ein Feiertag: Weltgeschichtentag, Welttag des Theaters für Kinder, Welttag des Puppentheaters – und sicher noch manches mehr. Nicht zuletzt auch Welt-Wassertag. Die Initiative ‚Storytellers for Peace‘ hat zu diesem Anlass ein Gemeinschaftsvideo mit Erzähler*innen aus aller Welt produziert. Und das Bild zeigt den Fluss Mangfall – hierher bezieht die Stadt München ihr Trinkwasser.

Frühlingsglaube

„Die linden Lüfte sind erwacht … „ Vor gut 200 Jahren verfasste Ludwig Uhland sein Gedicht ‚Frühlingsglaube‘. – „Die Welt wird schöner mit jedem Tag ….“ – so heißt bzw. verheißt es weiter. Neuanfang liegt in der Luft, eigentlich die richtige Jahreszeit für unser Bühnenprogramm mit Weltursprungsgeschichten. Und so hatten wir eines der Stücke daraus, eine Schöpfungsmythe der Irokesen aus Nordamerika, als Märzfilm aufgenommen und hier eingestellt: Die Große Schildkröte – eine komplexe und herausfordernde Geschichte, wie wir finden. Und: „Nun, armes Herze, sei nicht bang! Nun muß sich alles, alles wenden.“ 

Februar-Filme

In Zeiten, wo die Reisemöglichkeiten eingeschränkt sind, lädt dieses Märchen der Inuit zu einer Weltreise ein, einer lebenslangen Reise, zur Begleitung  einer Lebensreise. Erzählt in wenigen Minuten, dargestellt mit einfachsten Mitteln, nachzulesen in unserem Buch. Und zu sehen auf der für Dezember geplanten DVD, die all unsere ‚Filme des Monats‘ enthalten soll.

Die Mulde: Das russische Märchen, gespielt mit nichst als einem Blatt Papier, war unser zweiter Februar-Film. Sehr drastisch wird darin die Frage nach der Solidarität der Generationen gestellt. Und danach, wohin es fürht, wenn der Wert eines Menschenlebens allein an seiner Arbeitskraft bemessen wird.

Mond, Monate, Monde, Tage

Vorsätze für 2021Wir wollen im kommenden Jahr versuchen, jeden Monat einen neuen, kleinen Film auf unsere Seite stellen, immer für vier Wochen. Im Dezember wären dann 12 Filme für eine neue DVD zusammen.

Begonnen haben wir mit einem Märchen vom äußersten Nord-Ost-Rand Sibiriens, vom Volk der Tschuktschen: DAS MÄDCHEN UND DER MONDnachzulesen auch in unserem Buch. 

Wir wünschen unseren Besuchern für 2021 alles Gute, Glück und Gesundheit!