Die Kleinste Bühne der Welt Hedwig Rost & Jörg Baesecke

Aktuelles/Blog

Die Riesenhauerei

Es waren einmal zwei Riesen. Maul- und Muskelhelden alle beide, die lebten jeder auf einer Seite eines gewaltigen Berges. Eines Tages macht sich der eine auf den Weg über den Berg – um den anderen durch und durchzuprügeln. Schöner Plan, aber da stellt sich ihm die Frau des anderen Riesen in den Weg …

Wie es weitergeht, verrät unser Juni-Film. Oder unser Buch, mit dem sich Berg, Haus, Wasserfall, Pfeife und Bett nachfalten lassen – alles aus einem A4-Blatt.

42 Buchstaben …

schweben in bunter Reihenfolge über den Kirchenbänken, hier in unserem Heimatort. Geordnet ergeben sie 8 Worte, einen Satz aus der Bibel, der sich auf Pfingsten bezogen verstehen lässt.  Im Gottestdienst am Pfingstsonntag wurde das Geheimnis gelüftet, das Rätsel gelöst. Der Satz lautet … „42 Buchstaben …“ weiterlesen

Tanz in den Mai

Es wohnte ein Fiedler zu Frankfurt am Main … So beginnt ein Volkslied, ein Märchen, eine alte Geschichte. Vom Geiger, der in der Nacht zum 1.Mai einer Gruppe fröhlicher Frauen begegnet – Hexen, Feen, Elfen? Er spielt ihnen zum Tanz auf und erhält dafür eine unerwartete Belohnung. – Unser Mai-Film erzählte eine Heilungsgeschichte, eine Frühlingsweise – und war nicht zuletzt Ausdruck der Hoffnung, mit Kunst, mit Musik wirklich etwas in Bewegung bringen zu können. Zumal da noch Johannes Brahms mit im Spiel war!

Über das Grab hinaus

Der Dankbare Tote / The Grateful Dead  ist eine weitverbreitete Geschichte mit uralten Wurzeln. Mit Wurzeln, die zurückreichen in eine Zeit, wo die respektvolle Bestattung der Verstorbenen wichtiger war als Geschäft und Broterwerb. Mit Wurzeln bis in die Antike – in Sophokles‘ Antigone etwa ist es das zentrale Thema. Und die sicher auch noch weiter und tiefer gehen.

Die hier mit Hilfe eines Unikatbuchs vorgestellte Fassung stammt aus Friesland, spielt im Vorfrühling, im Moor – und war im April unser ‚Film des Monats‘. Im Dezember wollen wir wieder eine DVD herausbringen, mit allen Monatsfilmen des Jahres..

Welt-Wasser-Tag

Der Frühlingsanfang ist  in vielerlei Hinsicht ein Feiertag: Weltgeschichtentag, Welttag des Theaters für Kinder, Welttag des Puppentheaters – und sicher noch manches mehr. Nicht zuletzt auch Welt-Wassertag. Die Initiative ‚Storytellers for Peace‘ hat zu diesem Anlass ein Gemeinschaftsvideo mit Erzähler*innen aus aller Welt produziert. Und das Bild zeigt den Fluss Mangfall – hierher bezieht die Stadt München ihr Trinkwasser.

Frühlingsglaube

„Die linden Lüfte sind erwacht … „ Vor gut 200 Jahren verfasste Ludwig Uhland sein Gedicht ‚Frühlingsglaube‘. – „Die Welt wird schöner mit jedem Tag ….“ – so heißt bzw. verheißt es weiter. Neuanfang liegt in der Luft, eigentlich die richtige Jahreszeit für unser Bühnenprogramm mit Weltursprungsgeschichten. Und so hatten wir eines der Stücke daraus, eine Schöpfungsmythe der Irokesen aus Nordamerika, als Märzfilm aufgenommen und hier eingestellt: Die Große Schildkröte – eine komplexe und herausfordernde Geschichte, wie wir finden. Und: „Nun, armes Herze, sei nicht bang! Nun muß sich alles, alles wenden.“ 

Februar-Filme

In Zeiten, wo die Reisemöglichkeiten eingeschränkt sind, lädt dieses Märchen der Inuit zu einer Weltreise ein, einer lebenslangen Reise, zur Begleitung  einer Lebensreise. Erzählt in wenigen Minuten, dargestellt mit einfachsten Mitteln, nachzulesen in unserem Buch. Und zu sehen auf der für Dezember geplanten DVD, die all unsere ‚Filme des Monats‘ enthalten soll.

Die Mulde: Das russische Märchen, gespielt mit nichst als einem Blatt Papier, war unser zweiter Februar-Film. Sehr drastisch wird darin die Frage nach der Solidarität der Generationen gestellt. Und danach, wohin es fürht, wenn der Wert eines Menschenlebens allein an seiner Arbeitskraft bemessen wird.

Mond, Monate, Monde, Tage

Vorsätze für 2021Wir wollen im kommenden Jahr versuchen, jeden Monat einen neuen, kleinen Film auf unsere Seite stellen, immer für vier Wochen. Im Dezember wären dann 12 Filme für eine neue DVD zusammen.

Begonnen haben wir mit einem Märchen vom äußersten Nord-Ost-Rand Sibiriens, vom Volk der Tschuktschen: DAS MÄDCHEN UND DER MONDnachzulesen auch in unserem Buch. 

Wir wünschen unseren Besuchern für 2021 alles Gute, Glück und Gesundheit!

Lebenszeichen

Eine tröstliche Geschichte, wie wir finden. Entwickelt aus einer 4-Sätze-Skizze von Imre Kertesz, Im Frühjahr stand der kurze Film ein paar Wochen auf unserer Seite. Im Blick auf den neuen Lockdown stellen wir ihn jetzt wieder hier ein, als kleine Ermutigung, auch an uns selbst.

Es ist einer der 12 Filme, die wir auf einer DVD zusammengefasst haben – mehr dazu hier. Und weil wir jetzt auch wieder nach unserer Konto-Nummer gefragt werden: IBAN DE17 2001 0020 0726 4042 00 – BiC PBNKDEFF – Rost/Baesecke.  Aber bitte – fühlt euch frei! 

Durststrecken

Eingeladen zu einem kleinen Kindertheaterfestival in Luxemburg. Vorher täglicher Kontakt mit dem Gesundheitsamt, 46 Stunden Aufenthalt sind ohne Auflagen erlaubt, also nächtliche Ausreise und Heimfahrt, Gefühl: gerade noch geschafft, vor Toresschluss.

Während unserer 2.Aufführung plötzlich Feueralarm! Alle verlassen den Saal, wir auch, mit Geige und den wichtigsten Requisiten. Schnell stellt sich heraus: In einem anderen Saal hat Bühnennebel die Rauchmelder ausgelöst. Alle warten nun, bis die Feuerwehr kommt, im Freien und mit Abstand. Zeit, die gerade begonnene Geschichte von der ‚Reise um die Erde‘ (ein Märchen der Inuit) fortzusetzen und abzuschließen. Als kleine Zugabe gint es noch eine traditionelle Fadenfigur: ein Kamel das durch die Wüste läuft, von der rechten zur linken Hand, auf dem Bild (Foto: Lynn Theisen) vielleicht nicht gleich zu erkennen:

Dann erscheint die Feuerwehr, und dagegen kommt kein Theater mehr an. Aber das Kamel hat sein Ziel noch erreicht, die Durststrecke überwunden, offenbar mit ausreichend Vorrat im Höcker. Hoffen wir, dass auch unsere Kräfte und Vorräte ausreichen, um die aktuelle Durchstrecke zu überstehen! Wir und alle Kolleginnen und Kollegen.