Die Kleinste Bühne der Welt Hedwig Rost & Jörg Baesecke

Aktuelles/Blog

Zeitenwende

In unserem zwölften Monatsfilm kommt die Zeit zum Stillstand. Die Weihnachtslegende aus Belarus erzählt von Christi Geburt – mit den Augen Josephs. In farbigen Transparentbildern wird die Geschichte illuminiert; die Überblenden entstehen dabei durch die Bewegung einer Kerze (und nicht erst im Filmschnitt). – So endet unser filmischer Jahreszeiten-Kalender, wie er begonnen hat: mit einem Laternentheater. – Alle 12 Filme sind auf unserer DVD ‚IM HANDUMDREHEN UM DIE WELT‘ versammelt, die über unser Kontaktformular bestellt werden kann.

Lichtzeichen

Zur Zeit vergeht kaum ein Tag ohne Terminabsage. Unsere Winter-Spielzeit droht komplett auszufallen. Im letzten Jahr hat uns ja das Filmen ganz unverhofft weitergeholfen, in diesem Jahr kamen wir u.a. mit dem Bau eines Fahrradtheaters einigermaßen über die Runden – aber jetzt? Starten wir einen neuen Versuch! Wir haben für unser Theater-Fahrrad ein kleines PopUp-Kino entwickelt. Damit werden wir im Raum München bald hier, da und dort auftauchen, in der Adventszeit zunächst, meist unangekündigt, aber auch auf Einladung. Eine Lichterkette schmückt das Radl, am Fahrradlenker ist ein Beamer angebracht, am Fahrradkorb stecken zwei lange Stangen (eine ist auf dem Foto links schemenhaft zu erkennen). Zwischen den Stangen spannt sich eine Projektions-Fläche. – Wir zeigen hier unseren Dezember-Film ‚Die Zeit steht still‘, eine belorussische Weihnachts-Legende. Der Film ist hier als ‚Film des Monats‘ eingestellt – er befindet sich auch auf unserer DVD ‚Im Handumdrehen um die Welt – 12 Filme für 12 Monate‘. Und im Winter wollen wir dann zwei, drei kleine Filme für unser Radl-Kino neu produzieren – und damit vielleicht ein paar Zeichen setzen in Zeiten schwindenden Lichts.

IN (aller) KÜRZE

In der letzten Novemberwoche erscheint unsere neue DVD  IM HANDUMDREHEN UM DIE WELT – mit allen 12 Monatsfilmen des Jahres 2021Auch der Dezemberfilm ‚Die Zeit steht still – Eine Weihnachtslegende aus Belarus‘, der ab dem 1.Advent hier unter ‚Aktuelles‘ eingestellt sein wird, ist dabei. Die DVD kostet wieder 20 Euro und kann über unser Kontaktformular bestellt werd

Das Gebetbuch des Teufels …

... und was denen passieren kann, die es zur Unzeit nutzen. Eine Sage aus dem Dachauer Land, mit Aufnahmen vom Originalschauplatz – und einem kleinen Augenzwinkern: Ist das alles wirklich so passiert? Immerhin befindet sich da bis heute ein seltsames Loch in der Kirchenmauer, aber was besagt das schon? Unser November-Film führte in einer Sequenz von Silhouetten-Schnitten nach Oberbayern. Ein kurzer sozialgeschichtlicher Exkurs erhellte dabei vielleicht den dunklen Hintergrund dieser Geschichte ein wenig. Das Ganze ist auf unserer DVD ‚IM HANDUMDREHEN UM DIE WELT‘ zu sehen, zusammen mit 11 anderen Monatsfilmen.

Wer reitet so spät … ?

Wie lässt sich Wirklichkeit erkennen? In Zwielicht und Nebel? Rauscht nur der Wind in den Zweigen – oder sind da tatsächlich Stimmen zu hören, ein Flüstern und Raunen? Stehen am Wegrand lediglich alte Bäume, oder sind es lockende, sind es drohende Gestalten? Wo hört die Wahrnehmung auf, wo fängt die Einbildung an? – Die berühmte Goethe-Ballade vom Erlkönig lässt all diese Fragen bis zum Schluss offen. – Im Mittelpunkt unseres Oktober-Films steht ein 4 Meter langes Seidentuch, praktisch ein Film im Film, und mit dem Hufschlag des galoppierenden Pferdes reiten wir mit duch Nacht und Wind.

Spielzeit 2021/22

3.Welle, 4.Welle …

Auf Sicht:  Wir werden weiter mit der Unsicherheit leben müssen, ob vereinbarte Auftritte auch wirklich stattfinden können. Also: Wir fahren auf Sicht – und wollen dabei beweglich bleiben. Dafür legen wir einige Programme ‚auf Eis‘. Das heißt, sie bleiben weiter im Repertoire, die Wiederaufnahme ist allerdings mit einigem Zeit- und Kostenaufwand verbunden. Zurückgestellt werden HeimSpiel und PapierKrieg, außerdem die Duo-Fassung von ENGEL IN FETZEN. Ganz ausscheiden aus dem Repertoire werden Stadt-Land-Moos und Trick 17, das Klassenzimmerprogramm mit mathematischen Geschichten. – Die allermeisten kurzen Einzelstücke bleiben dabei weiterhin spielbereit.

Frisch gestartet  ist in diesem Sommer unser Radl-Theater;  den Winter wollen wir dazu nutzen, das Repertoire dafür und für für unser neues Pop-Up-Kino weiter zu entwickeln. Voraussichtlich wird es im kommenden Jahr auch wieder einen ‚Film des Monats‘ auf unserer Seite zu sehen geben.

Unser kleines Schiff  hat über viele Jahre tapfer Kurs gehalten. Wir sind inzwischen beide gut über 60 – auch deshalb verkleinern wir allmählich unser Angebot. Wobei ‚klein‘ für eine ‚Kleinste Bühne‘ ja etwas durchaus Positives ist  …

Ewiges Leben ?

Der Wunsch nach Unsterblichleit durchzieht viele Sagen und Märchen. Immer wieder begegnen wir der Suche nach ewigem Leben, nach einem Jungbrunnen oder nach Wegen, den Tod zu überlisten . Eine Schöpfungsgeschichte aus Afrika eröffnet einen anderen Blick. Hier verzichtet der Mensch freiwillig darauf, immer weiter leben zu dürfen – und erhält dafür im Gegenzug etwas anderes, das ihm sehr viel wertvoller erscheint.Unser September-Film zeigte – so wie unser März-Film auch – eine der Schöpfungsgeschichten aus unserem Programm Wie die Welt auf die Welt kam, nicht zuletzt in der Hoffnung, dass bald wieder echte Bühnenaufführungen möglich sind, spätestens im kommenden Frühjahr.

Draht-Eseleien

Wie lässt sich ein Ungeheuer bekämpfen, dessen bloßer Anblick tödlich ist? Oder einen doch zumindest in Angststarre versetzt? Also auch: Wie lässt sich Angst überwinden? – Eine Sage aus München, deren Wurzeln bis ins alte Griechenland zurückreichen, greift diese Fragen auf. Die Silhouetten sind nach Kinderzeichnungen geschnitten, die Geschichte ergänzt häufig die Münchner StadtTorHeiten. Sie lässt sich aber überall erzählen, zumal …

… die Bühne jetzt auch auf einem Fahrradlenker angebracht werden kann. So zeigte unser August-Film nicht zuletzt, wie unser neues Fahrradtheater allmählich Fahrt aufnimmt.

Ist die Welt noch zu retten?

Wem verdanken wir es eigentlich, dass es unsere Erde immer noch gibt? Einem Huhn! So jedenfalls erzählt es ein norwegisches Märchen. Aber ein wenig haben wir es wohl auch selbst in der Hand – so wie bei der kleinen Welt, die in unserem Juli-Film unter Hedwig Rosts Händen entstanden ist. – Alle unsere Monatsfilme wird es übrigens Ende des Jahres als DVD geben.

Im Kommen

Vor 100 Jahren, während der Weltwirschaftskrise, entstand in Japan das Kamishibai – ein Papiertheater, das damals auf einem Fahrrad angebracht Aufführungen im Freien ermöglichte. Ob die Corona-Pandemie mit jener Situation vergleichbar ist, sei einmal dahingestellt, aber sie legt den Schritt ins Freie, in den öffentlichen Raum eigentlich nahe. Wir haben – mit Unterstützung des FONDS DARSTELLENDE KÜNSTE und im Rahmen des Programms ‚Neustart Kultur‘ eine Bühne für einen Fahrradlenker entwickelt, die viele Spielmöglichkeiten zulässt und für die wir jetzt eine große Zahl unserer kleinen Stücke uminszenieren.

Mehr in Kürze!  Hier schon mal ein Bild vom allerersten Try.Out am 19.Juni in einem Nachbarort, noch in sommerlich-privater Kleidung. – Wir werden auf unserer Seite auch einen Bauplan zur Verfügung stellen (Nachahmungen erwünscht!), außerdem berichten wir über Weiterentwickungen: Im Moment arbeiten wir daran, auf dem Rad auch ein mobiles Kino einzurichten!