Die Kleinste Bühne der Welt Hedwig Rost & Jörg Baesecke

Aktuelles/Blog

Mond.Mond.Mond

Geschichten über den Mond gibt es überall auf der Welt. Unser kleiner September-Film zeigt gleich drei davon, aus Südafrika, aus Griechenland und von den Inuit. Die kurzen Stücke sind z.T. noch ganz neu und waren bis jetzt kaum öffentlich zu sehen. Aber das holen wir nach, sobald es geht!

Affentheater

In München kennt fast jedes Schulkind die Sage vom strengen Herzog Ludwig und seinem Affen. Es heißt, das Tier habe eines Tages den kleinen Sohn des Herzogs aus der Wiege genommen und sei mit ihm aufs Dach der Burg gestiegen.

Unser August-Film zeigte die Geschichte vom Affen auf dem Dach, eines unserer meistgespielten Stücke, präsentiert in einem kleinen Papiertheater, einem Kamishibai. Das Stück gehört – wie auch die Geschichte von der großen Pest in München – zu den ‚StadtTorHeiten‘, unserer mobilen Klassenzimmerproduktion mit Münchner Sagen.

Tiefer als das Meer

Bodenlos, so heißt es, ist das Meer vor Messina. Wehe dem, der es wagt, dort in die tiefsten Tiefen hinabzutauchen! Eine Sage, die in Sizilien und Süditalien weit verbreitet ist, erzählt davon – die Geschichte von Nicolò (oder Nicola) Pesce, genannt Cola Pesce oder Cola Fisch. Hedwig erzählt, spielt und singt sie in ihrem Bühnenprogramm HörMale und begleitete in unserem Juli-Film den tragischen Helden bis an den Grund des Meeres.

Die weise Schlange

Unser Juni-Film war lang, schlangenlang: das armenische bzw. georgische Märchen von der Schlange, die alles wusste. Nach sehr langer Vorbereitung ist es im Jahr ‚vor Corona‘ endlich auf die Bühne gelangt. Wiederholt war an dieser Stelle davon die Rede. Eine in vielerlei Hinsicht ungewöhnliche Geschichte, in der es unter anderem um Willensfreiheit geht, um Schicksal und Zeitgeist. – Anfang Dezember wollen wir noch einmal eine DVD zusammenstellen, mit allen 2022 entstandenen Filmen, darunter auch mit der Geschichte von der weisen Schlange.

 

Liebes-Wege

In Turkestan, wo die Tage lang sind und die Wege weit, da ging einmal ein junger Mann vom Markt nach hause. – So beginnt ein kleines persisches Märchen. Eine junge Frau gesellt sich dazu, sie gehen eine Weile gemeinsam und verstehen sich gut. Bis sie an eine enge Schlucht kommen. 

Unser Mai-Film zeigte – mit Transparentbildern und in einem Laternentheater – den vorsichtigen Anfang einer Liebesgeschichte: Der Mann ist dabei eher schüchtern, und die junge Frau ergreift die Initiative … 

Grenz-Erfahrungen

Viele Geschichten erzählen davon: Hinter einer dünnen Grenze, in naher Ferne liegt eine andere Welt. Durch ein magisches Portal kann sie betreten werden, etwa durch einen Brunnen wie im bekannten Frau-Holle-Märchen. Oder durch den Sturz in einen Suppenkessel , wie in einer wunderreichen Geschichte aus der jüdischen Tradition, die ein wenig an Goethes ‚Faust‘ denken lässt und die in unserem April-Film aus einem Bühnen-Bilder-Buch entfaltet wurde.

Bombennächte

„… und von oben, von der Bergweide aus, konnte er nun sehen, wie unten im Land der Krieg ausbrach. Nachts sah er den Feuerschein brennender Stadte, tagsüber hörte er den Lärm der Schlachten, er sah die Staubwolken vorbeiziehender Heere, aber zu ihm herauf auf den Berg gelangte der Krieg nicht.“ – Textauszug und Bild gehören zur Bühnenbearbeitung einer Geschichte, die im Mai 2019 nach sehr langer Vorarbeit fertiggeworden ist: Die weise Schlange, unter ‚Aktuelles‘ hier und hier erwähnt. Das Bild besteht aus drei einzelnen Flächen und wird beim Erzählen Stück für Stück zusammengesetzt. Ich frage mich, was mir da die Hand geführt hat. So wenig meine Mutter von den Bombennächten im Keller und vom Feuersturm erzählt hat – ihre Andeutungen, die halben Sätze und ihr Tonfall öffneten den Blick in einen Abgrund. Die Weitergabe von Kriegstraumata beschäftigt mich bis heute, auf der Bühne und privat. Schaudernd sehe ich nun auf den neuen Generationenschatten, der wohl noch weit in die Zukunft reichen wird. Und ich denke an die Schule 134 in Charkiv, wo wir im Spätsommer 2019 auftreten durften und die seit dem 3. Kriegstag ausgebrannt und in Trümmern liegt.

Die Sterne fallen vom Himmel

Wenn es ein Märchen gibt, das Mitgefühl und Hilfsbereitschaft zum Gegenstand hat, dann die ‚Sterntaler‘ aus der Sammlung der Brüder Grimm. Bei unserer Bearbeitung wird eine Silhouettenfigur, gestaltet nach einer Kinderzeichnung, in Szene gesetzt, im Stil einer Anziehpuppe. – Das Märchen war hier im März als Monatsfilm zu sehen. Wir planen im Übrigen, Ende 2022 noch einmal eine DVD herauszubringen – mit allen Filmen, die im Laufe des Jahres an dieser Stelle veröffentlicht wurden.

Tee des langen Lebens

Wie können wir in diesen Zeiten handlungsfähig bleiben?  Hedwig versucht es, im wahrsten Sinn des Wortes, durch Handel: Sie unterstützt seit Jahren einen in den Senegal zurückgekehrten Asylbewerber und dessen Familie beim Aufbau eines landwirtschaftlichen Projekts. In Dakar hat sie auch Kinkéliba kennengelernt, einen Tee, der dort täglich getrunken wird. Soeben sind wieder 2 große Pakete aus dem Senegal bei uns angekommen. Wir handeln damit, auf Spendenbasis, und unterstützen so unsere Freunde im Senegal. Die Einnahmen werden dabei zu 100% weitergeleitet. „Tee des langen Lebens“ weiterlesen

IN aller KÜRZE

Ende November erschien unsere neue DVD  IM HANDUMDREHEN UM DIE WELT – mit allen 12 Monatsfilmen des Jahres 2021: eine Begleiterin durch die Jahreszeiten, ein kleiner filmischer Geschichtenkalender und ein Gruß in kontaktarmen Tagen.

Die DVD kostet wieder 20 Euro und kann über unser Kontaktformular bestellt werden.