Anfang Juli geht es in Berlin wieder rund: Rund um die Uhr findet dann in Neukölln das große Kulturereignis 48 Stunden Neukölln statt: Ausstellungen, Konzerte, Performances … eine Unmenge von Angeboten, über den ganzen Stadtbezirk verteilt. Und wir sind dabei, genauer: Jörg und unsere Tocher Clara.
48 Sekunden Neukölln heißt ihr Beitrag – acht Kunst-Stückchen unter einer Minute. Paper-Poetry, Finger-Theater, Daumen-Kino, ein Musikstück auf dem Cello, visualisierte Verse, eine kecke Schöpfungs-Mythe … Leicht und heiter das meiste, und so rund es da auch gehen mag – das Ganze wird in/vor/bei der Pizzeria ‚Vier Ecken‘ am Böhmischen Platz serviert – am 4.7. um 16/17/18 Uhr.
Herzlich willkommen!

Wobei wir uns manchmal fragen, ob wir in all den Jahren nicht auch mal etwas großmäuliger hätten auftreten sollen. Hätten wir uns auf diese Weise mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung verschafft? Auch wenn wir uns wirklich freuen – es ist ein später Preis geworden.
‚Romanze zur Nacht‘ heißt ein Gedicht von Georg Trakl (1887-1914), klassisch gereimt, sprachgewaltig und bilderreich. Wir haben vor Jahren versucht, es fürs Theater zu bearbeiten. In Zusammenarbeit mit der Illustratorin Hildegard ‚Hilla‘ Rost, einer Cousine von Hedwig, entstand daraus eines unserer Bühnen-Bilder-Bücher. Was sich auch anbot, denn der Text besteht aus einer Abfolge von unverbundenen Einzelsituationen, und jede sollte ein Blatt für sich allein bekommen. Das Gedicht reiht Einsamkeiten aneinander, und das Buch bedeutet Verbindung, Verbundenheit.. Lange ruhte es dann in der Schublade, weil sich der dunkle Stoff nur schwer in andere Programme einfügen ließ. Jetzt unternehmen wir einen neuen Anlauf – wir sprechen den Text und zeigen die Blätter zu zweit, wir verlangsamen das Gedicht, um seine wie auch unsere Bilder besser zur Wirkung zu bringen. Und sehen zu, dass es dabei möglichst ‚dicht‘ und intensiv bleibt. Das Gedicht jedenfalls ist alle Mühe wert. (Januar 2026)
Auf einmal – geht ein Scheinwerfer an, und Du stehst im Licht. Für kurze Zeit bist Du sichtbar und wahrnehmbar.
… geht die Reise, mit neuen Stücken an Bord: Unsere Mozart-Bearbeitung
Wir besitzen seit Ewigkeiten einen kleinen Koffer, der sich wie eine Handtasche umhängen lässt, auffällig nicht zuletzt durch sein Alter. Häufig werden wir darauf angesprochen, und in der lokalen S-Bahn kommt dann auch die Frage, ob sich unsere ‚Kleinste Bühne‘ in diesem Koffer befindet. Nein, das tut sich nicht, obwohl die Größe fast indentisch ist. – Über Jahre entstand so die Idee, in diesem (eigentlich nur privat genutzten) Koffer ein kleines Theater einzurichten, für eine kurze Geschichte, die zwischen zwei Haltestellen passt. Immer wieder gab es dann andere Prioritäten, aber jetzt ging es plötzlich ganz schnell: das Stück steht – es dauert nicht mal 2 Minuten, ist eher ein Witz, und dabei voll Lebensweisheit. Also: Augen auf, und nicht nur in der Münchner Linie S 7. Es gäbe was zu lachen, versprochen! (August 2025)
Unüberlesbar stehen wir vor der Frage, wie lange wir noch arbeiten und spielen wollen. Mit jedem neugeschaffenem Stück rückt die Anwort darauf wieder ein wenig in die Ferne. Und gerade wird abermals ein neues Stückchen fertig, die Bearbeitung eines norditalienischen Märchens aus der Sammlung von Italo Calvino: DAS LAND, WO MAN NIEMALS STIRBT – Il paese dove non si muore mai.
Der alte Koffer, der unsrere Requisiten verlässlich zu den
Wie lange dauert eine Nachkriegszeit? So lautet einer der letzten Sätze, die in der Bühnenproduktion
Neuestes aus alter Zeit! Wieder sind wir im antiken Griechenland unterwegs, wie schon bei