48 SEKUNDEN

Berlin-Neukölln gilt ja allgemein als hartes Pflaster. – Anfang Juli findet dort jedes Jahr ein großes Kulturereignis statt – 48 Stunden Neukölln : Ausstellungen, Konzerte, Performances … eine Unmenge von Angeboten, über den ganzen Stadtbezirk verteilt. Und wir waren diesmal dabei, genauer: Jörg und unsere Tocher Clara.

48 Sekunden Neukölln  hieß unser Beitrag – acht Kunst-Stückchen unter einer Minute. Paper-Poetry, Finger-Theater, Daumen-Kino, ein Musikstück auf dem Cello, visualisierte Verse, eine kecke Schöpfungs-Mythe … leicht und heiter das meiste, freundlich und zugewandt. Das harte Pflaster erwies sich plötzlich als halb so wild; gut 60 Menschen haben unaufgefordert mitgesungen und hatten sichtlich Freude an unseren kleinen Aufführungen. Und wir sahen unsere Vorurteile einmal mehr in Frage gestellt.

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