Inzwischenzeit

Eines der beiden ersten Stücke für unseren kleinen Bühnenkoffer war Robinson Crusoe, sehr frei nach Daniel Defoe und dargeboten in 5 Minuten. Mehr als 35 Jahre später haben wir die Kurz-Robinsonade neu inszeniert. Die Mittel sind die gleichen geblieben wie damals: eine Untertasse als einsame Insel, die Tasse dazu als Kreuzfahrtschiff, eine Handvoll bunter Stifte als Passagiere.

Was uns an dem alten Stück nicht mehr gefiel, war der Text. Lang, umständlich, ungeformt, und daran konnten wir deutlich sehen, wie viel Zeit inzwischen vergangen war. Vor allem aber – was wir damals als komisch empfanden, mochten wir heute kaum noch in den Mund nehmen. Und: Es war eine Geschichte für nur einen Sprecher, wie alle unseren ersten Stücke. Wir haben also alles neu getextet und eine Duo-Fassung entwickelt – und zwar für einen Film. Es ist ja so – die kleine Bühne kommt im Februar 2020 ins Münchner Stadtmuseum, mit der Robinson-Szenerie, und neben der Vitrine wird dann dieser Film gezeigt.

Zum Umzug ins Museum erschien ein umfangreicher Artikel im Münchner Merkur, der hier nachzulesen ist, ein Rückblick auf die inzwischen zurückgelegte Zeit. Und wie es weitergeht, steht dann z.B. hier.

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