Spielzeit 2020 / 2021

NEU : MOND

 

Welche Form ist auch auf Entfernung gut erkennbar? Ein Kreis. Daraus folgen? Sonne und Mond, ganz genau! – Für ein Miniaturtheater stellen sich mit den aktuellen Abstandsvorschriften ganz eigene Fragen: Die bestehenden Stücke neu und größer bauen, also etwa von A4 auf A3 oder A2 umrüsten? Ganz neue in der Größe angepasste Stücke entwickeln? Oder ‚überwintern’ und erst dann neu starten, wenn Auftritte in dem Format, für das die Stücke gemacht waren, wieder möglich sind? Also keine Spielzeit 20/21, dafür weiter filmen und Bestehendes dokumentieren?

Ein neues Stückchen ist fertig, ein erster kleiner Schritt getan – die Geschichte vom Mond und seiner Mutter, aufgezeichnet vor 2000 Jahren von dem griechischen Autor Plutarch: Die Mutter des Mondes verzweifelt an der Aufgabe, ihrem Sohn ein passendes Gewand zu nähen, denn dieser wechselt ständig seine Gestalt. Gespielt wird mit einem großen Hexaflexagon, einem Papierobjekt, das fortlaufend gefaltet immer neue Bildoberflächen zeigt, drei insgesamt.

Eine vierte, die Neumond-Phase, liegt im Dunkel. Noch, denn bei uns sind  gerade weitere Mondgeschichten im Entstehen, auch komplexere. Vergänglichkeit, Sterblichkeit und Neugeburt – es sind große Themen, die in den überlieferten Erzählungen anklingen. Und die auch Hoffnung wecken, dass ‚es’ weitergeht, irgendwie.

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