h-Pr-k-e-n-ei-ss-s? – Im Herbst 2025 ist uns der Kulturpreis des Landkreises München zuerkannt worden. Nun fand die tatsächliche und feierliche Übergabe statt. Gebeten um eine kleine Aufführung haben wir bei diesem Anlass die Geschichte vom Schwertmeister gezeigt: Ein berühmter Samurai weicht dem Kampf mit einem sicher unterlegenen, aber um so wichtigtuerischeren Gegner aus, auf die Gefahr hin, selbst als Feigling zu gelten. Seine Meisterschaft beweist er auch dadurch, dass er die eigene Überlegenheit gerade nicht ausspielt. – Das Stück ist kurz, es entfaltet sich aus einem Buch, ehrt die leisen Töne und stellt Großmäuligkeit ins Abseits. Insofern – wie Hedwig bei der Präsentation anmerkte – ist es vielleicht typisch für uns.
Wobei wir uns manchmal fragen, ob wir in all den Jahren nicht auch mal etwas großmäuliger hätten auftreten sollen. Hätten wir uns auf diese Weise mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung verschafft? Auch wenn wir uns wirklich freuen – es ist ein später Preis geworden. ‚Ohne Fleiß – kein Preis‚ – weiß das alte Kinder-Spielzeug. Nun, fleißig waren wir durchaus, vor allem aber waren wir beharrlich, was bei kreativen Prozessen mindest genaus so wichtig ist. Wenn der Fluss einmal stockt, hilft auch kein Fleiß, da sind eher Geduld und Zuversicht gefragt. Und was die PR angeht: Zum Kleinformat passen die leiseren Töne einfach besser. Und das kleine Format passt wohl auch besser zu uns. Vielleicht, dass wir auch dieser Stimmigkeit jetzt den Preis verdanken? (April 2026)
‚Romanze zur Nacht‘ heißt ein Gedicht von Georg Trakl (1887-1914), klassisch gereimt, sprachgewaltig und bilderreich. Wir haben vor Jahren versucht, es fürs Theater zu bearbeiten. In Zusammenarbeit mit der Illustratorin Hildegard ‚Hilla‘ Rost, einer Cousine von Hedwig, entstand daraus eines unserer Bühnen-Bilder-Bücher. Was sich auch anbot, denn der Text besteht aus einer Abfolge von unverbundenen Einzelsituationen, und jede sollte ein Blatt für sich allein bekommen. Das Gedicht reiht Einsamkeiten aneinander, und das Buch bedeutet Verbindung, Verbundenheit.. Lange ruhte es dann in der Schublade, weil sich der dunkle Stoff nur schwer in andere Programme einfügen ließ. Jetzt unternehmen wir einen neuen Anlauf – wir sprechen den Text und zeigen die Blätter zu zweit, wir verlangsamen das Gedicht, um seine wie auch unsere Bilder besser zur Wirkung zu bringen. Und sehen zu, dass es dabei möglichst ‚dicht‘ und intensiv bleibt. Das Gedicht jedenfalls ist alle Mühe wert. (Januar 2026)
Auf einmal – geht ein Scheinwerfer an, und Du stehst im Licht. Für kurze Zeit bist Du sichtbar und wahrnehmbar.
… geht die Reise, mit neuen Stücken an Bord: Unsere Mozart-Bearbeitung
Wir besitzen seit Ewigkeiten einen kleinen Koffer, der sich wie eine Handtasche umhängen lässt, auffällig nicht zuletzt durch sein Alter. Häufig werden wir darauf angesprochen, und in der lokalen S-Bahn kommt dann auch die Frage, ob sich unsere ‚Kleinste Bühne‘ in diesem Koffer befindet. Nein, das tut sich nicht, obwohl die Größe fast indentisch ist. – Über Jahre entstand so die Idee, in diesem (eigentlich nur privat genutzten) Koffer ein kleines Theater einzurichten, für eine kurze Geschichte, die zwischen zwei Haltestellen passt. Immer wieder gab es dann andere Prioritäten, aber jetzt ging es plötzlich ganz schnell: das Stück steht – es dauert nicht mal 2 Minuten, ist eher ein Witz, und dabei voll Lebensweisheit. Also: Augen auf, und nicht nur in der Münchner Linie S 7. Es gäbe was zu lachen, versprochen! (August 2025)
Unüberlesbar stehen wir vor der Frage, wie lange wir noch arbeiten und spielen wollen. Mit jedem neugeschaffenem Stück rückt die Anwort darauf wieder ein wenig in die Ferne. Und gerade wird abermals ein neues Stückchen fertig, die Bearbeitung eines norditalienischen Märchens aus der Sammlung von Italo Calvino: DAS LAND, WO MAN NIEMALS STIRBT – Il paese dove non si muore mai.
Der alte Koffer, der unsrere Requisiten verlässlich zu den
Wie lange dauert eine Nachkriegszeit? So lautet einer der letzten Sätze, die in der Bühnenproduktion
Neuestes aus alter Zeit! Wieder sind wir im antiken Griechenland unterwegs, wie schon bei 
So begannen wir zu experimentieren, und daraus wurde dann z.B. das vom Vater verstoßene Mädchen (aus unserer Produktion