Nach mehr als 100 Aufführungen werde ich Papier.Krieg aus unserem Repertoire nehmen. Mein persönlichstes Stück, ein Experiment mit Zeitgeschichte, eine Beschäftigung mit der Herausforderung, auf der Bühne ‚ich‘ zu sagen – und auch zu meinen. Und noch sehr viel mehr. Aber inzwischen hat sich die Welt weitergedreht, und manches in Papier.Krieg (bis hin zu dem Satz ‚Jetzt ist ja Frieden‘) stimmt einfach nicht mehr.
Meine größte Überraschung: Papier.Krieg hatte ich zunächst eher für meine eigene Generation (+/-) konzipiert; tatsächlich aber habe ich es dann vorwiegend vor Jugendlichen gezeigt. Und gerätselt, wieso es vor einem Publikum funktioniert, das die vielen Andeutungen und Anspielungen darin ganz bestimmt nicht versteht. In unserem alten Weblog gibt es mehrere Beiträge dazu: <Weitermachen> / <Was ist Graubrot?> – Vielleicht hat Edgar Reitz (der Autor und Regisseur von ‚Heimat‘) recht, der vom ‚Geheimnis des inneren Verstehens‘ spricht – in dem Sinn, dass allein meine Kenntnis dieser Zeit schon Wirkung entfaltet. Dazu kommt sicher auch, dass ich sehr viel aus der Sicht des Kindes und des Jugendlichen zu erzählen versuche. – Wer das Foto genauer anschaut, sieht vielleicht die angestrickten Ärmel, um die Jacke länger tragbar zu machen. Ich fürchte, dass sich etwas ähnliches mit dem Stück nicht so ohne Weiteres herstellen lässt.
Es heult der Sturm, die Nacht ist graus … Drei Räuber schleichen voll böser Absichten um die einsame Mühle, wo die Müllerstochter allein am Spinnrad sitzt. – Unser November-Film war eine kleine Fingerübung, die Bearbeitung einer splatterartigen Bildergeschichte von Wilhelm Busch. Und Rollenknaster? Das ist Rolltabak, zusammengedreht aus entrippten, sozusagen entbeinten Tabakblättern. Wer möchte schon als Rollenknaster enden?
Im November wird es 40 Jahre her sein, dass wir zum ersten Mal mit der ‚Kleinsten Bühne der Welt‘ aufgetreten sind – am 29. 11. 1983. Große Festlichkeiten wird es jetzt nicht geben, wir arbeiten auch nicht auf ein 50jähriges Bühnenjubiläum hin.
Unsere ‚Kleinste Bühne‘, mit der damals alles anfing, ist jetzt
Die DVD kostet 20 Euro und kann über unser
In unserem Oktober-Film ging es einmal mehr um die Frage: Wie kommt das Neue in die Welt? Aus dem Leiden an Einsamkeit, an Langeweile oder am Eingeschlossen-Sein? Und woher stammt der Verstand? Sechs Fragmente von Schöpfungsmythen boten Antworten an – in einem Ausschnitt aus unserer Produktion
Bahn-Bashing ist bekanntlich weit verbreitet, leider auch oft berechtigt, aber selten originell. Vieles wird dabei ausgeblendet, etwa die Rolle der seit Jahrzehnten PKW-fixierten Verkehrspolitik. Oder Geiz, Gier und der starre Blick auf schnell erzielten Gewinn. Haben nicht letztlich sie die Bahn zum Sanierungsfall werden lassen? – Aber vielleicht kennen wir solche Haltungen auch von uns selbst? Es ist jedenfalls bequemer, anderen Vorwürfe zu machen als sich die eigene Beschränktheit einzugestehen. Im Mittelpunkt unseres September-Films stand jedenfalls der öffentliche Personen-Nahverkehr mitsamt der Kritik daran, präsentiert in einem kleinen Papiertheater mit einem bewegten Bühnenbild. Da wenigstens rollte alles nach Plan.
In unserem August-Film waren zwei kurze Stücke aus unserem Bühnenprogramm 

Der Sommer kann kommen – wir haben ihn am 23.6.23 mit einem Konzert begrüßt! Vielfältig, geistreich und humorvoll war das Programm, das die jungen Musen, alle drei Absolventinnen der Universität der Künste in Berlin, auf die Bühne zauberten.
Aus Klassik, Jazz und Weltmusik, aus Tanz, Performance, Sprache und Gesang erschufen sie ein musikalisches Mosaik, ein Kaleidoskop für Augen und Ohren.- Mit seiner professionellen Darbietung und dem Mut zur Schönheit gewann das Ensemble Mosatrïc 2020 den Wettbewerb der deutschen Musikhochschulen ‚D-bü’. 