
Am 5.April 2008 hatte unsere Produktion ‚SALZ – 5 Geschichten über einen Stoff, der Geschichte gemacht hat‘ an der SCHAUBURG/Theater der Jugend in München Premiere. Unmittelbarer Anlass war der 850.Jahrestag der ersten urkundlichen Erwähnung Münchens. Nach 204 Aufführungen haben wir uns nun von diesem Stück verabschiedet, nicht ohne Wehmut, denn wir haben es bis zuletzt gern gespielt: SALZ läuft einach nicht ab. Und durch unsere beiden Neuproduktionen, die 2016 und 2017 entstanden sind, haben wir noch einmal einiges für unsere Spielweise dazugelernt, was den letzten Aufführungen dann sehr zugutekam.
SALZ hat uns durch ein paar schwierige Jahre hindurch begleitet und etliche treue Zuschauer gefunden. Es ist uns ans Herz gewachsen, irgendwie. Die SCHAUBURG bekommt eine neue Intendanz, und damit werden einfach neue Seiten aufgeschlagen. Unser großer Schreibtischordner, der als Untersberg diente und den schlafenden Kaiser Barbarossa und seine Schatzhöhle beherbergte, der eine Bischofsmütze und den Herzogshut, eine Zollschranke, ein Schwirrholz, Bopfinger Akten, den Meereshorizont und was nicht sonst noch alles enthielt, bleibt nun geschlossen. Bis in 100 Jahren ein Vogel kommt und den Schnabel daran wetzt? Wer weiß.

Die Premiere unserer
In Kürze hat unsere neue Produktion mit Schöpfungsgeschichten Premiere –
Viele Fragen begleiteten unseren Weg: Welchen Wortlaut wählen wir für die biblische Schöpfungsgeschichte? Wie lässt sich die gleiche Geschichte mehrmals hintereinander erzählen? Denn immer beginnt es mit einem Nichts – und endet mit der Welt, in der wir leben. Und das zwanzigmal? Wie gehen wir mit dem Fremden um, das uns in vielen Geschichten begegnet? Nicht nur die einzelnen Elemente, auch die Erzählstruktur ist ja oft völlig anders als wir es gewohnt sind. Und muss nicht jedes darstellerische Material angesichts des gewaltigen Themas als unzureichend erscheinen? Ist es nicht auch anmaßend, die eigene schöpferische Tätigkeit in Relation zur Weltschöpfung zu bringen? Und und und …
Die 
In Kürze:
